kinder

Pauline Eitnerweiblich


Geburtsdatum: 15.07.2009, 21:19 Uhr
Größe: 55cm
Gewicht: 4060g


Mein "Abenteuer Geburt(shaus)"

Pauline Eitner – geboren in der Hebammenpraxis Kugelrund… und das nun schon vor gut 3 Monaten!!! Himmel, wie die Zeit vergeht! Und in den

3 Monaten gab es nicht eine Woche, in der ich nicht irgendwann im Kopf an den Formulierungen für meinen Geburtsbericht gefeilt habe – allerdings immer dann, wenn das Schreiben gerade nicht möglich war. Jetzt will ich meine Pläne also endlich mal in die Tat umsetzen:

Mein Weg zur Hebammenpraxis Kugelrund

Vor gut zwei Jahren, als ich meinem Mann Uli hinterher ins schöne Weserbergland gezogen bin, suchte der einen Nachmieter für seine kleine Wohnung. Einer der potentiellen Kandidaten erzählte bei der Besichtigung ganz unvermittelt von der Geburt seines Sohnes. Die lag schon 3 Jahre zurück, schien denn Mann aber sehr nachhaltig beeindruckt zu haben. Das klang ungefähr so: „ Ey das war einfach irre schön! Das Geburtshaus ist einfach toll, da kann man sich richtig wohl fühlen…“ Damals habe ich mich nur gefragt, warum der uns das überhaupt erzählt (Hab ich etwa so nen Schmierbauch, dass der mich für schwanger hält?) und heute bin ich wirklich sehr, sehr froh, dass er es getan hat! Die Info, dass es hier ein tolles Geburtshaus gibt, die ist nämlich hängen geblieben und als ich ca 1,5 Jahre später dann wirklich schwanger war hab ich mich auf die Suche nach diesem tollen Ort gemacht… Und ihn gefunden!

Angekommen und geborgen in der Hebammenpraxis Kugelrund

Sabine war es, die mich dort mit einem warmen, herzlichen Lächeln empfing. Sie sollte später „meine“ Hebamme werden, die mich auf ganz tolle, ruhige Weise durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleitete. Mit ihrer Unterstützung konnte mein Grundvertrauen in mich, meinen Körper, mein Kind, meine Partnerschaft und das Vorhaben der Praxisgeburt stetig wachsen. Ich fühlte mich geborgen.

Aber nicht nur diese tolle Begleitung fand ich dort, sondern mit dem „Fit-für-2“-Kurs das optimale Fitnessangebot für mich und meinen wachsenden Bauch! Angeleitet wurden wir dabei von Jana, die so viel Energie ausstrahlte, dass man nur in Schwung kommen konnte – ein großer Beitrag zum Wohlbefinden in der Schwangerschaft!

Und dann gab’s natürlich noch den Geburtsvorbereitungskurs, den Uli und ich kurz vor knapp (letztes Kurstreffen 6 Tage vor Geburt) absolvierten. Den hat die dritte Hebamme im Bunde, Miriam, geleitet und der Kurs war entsprechend locker, unkompliziert, unterhaltsam, lustig und natürlich sehr informativ. Durch die vielen Anekdoten, die Miriam erzählte, wuchs bei uns die Vorfreude auf das „Abenteuer Geburt“.

10 Tage vor Termin geht’s tatsächlich los!

14. Juli – ich schreibe Postkarten an Freunde – Zitat „Noch siegt die Vorfreude über die Ungeduld“ – allzu lang wird’s wohl nicht mehr dauern. Aber eigentlich wollte Uli doch noch das Bettchen und den Wickeltisch zu Ende bauen…

15. Juli – beim Aufwachen bemerke ich ein komisches Ziehen, tatsächlich vergleichbar mit leichten Regelschmerzen. Ob das Wehen sind??? Fühlt sich aber sehr sanft an… Ich beobachte genauerer, notiere mir die Zeiten – alle 4 Minuten, sehr regelmäßig! Hmm… Aber Miriam hat doch gesagt, solange wir während einer „Wehe“ noch sprechen können, haben wir noch viel Zeit. Ich könnte noch Liedchen singen – demnach kann das unmöglich effektiv sein. Also frühstücken wir erst einmal in Ruhe. Uli soll mal besser mit dem Auto zur Arbeit fahren, dann ist er schnell genug wieder da, wenn doch was sein sollte. Ich beschließe, erst einmal weiter Alles zu beobachten und dann evtl. mal Sabine anzurufen, um zu fragen, was die denn wohl meint.

11 Uhr – meine Freundin hat angerufen und wir haben uns fest gequatscht – da hab ich ganz vergessen, darauf zu achten, ob dieses Ziehen immer noch so regelmäßig kommt. Na dann wird’s schon nicht so dolle sein. Ich melde mich bei Uli und gebe Entwarnung.

Eigentlich wollte ich heute zum Markt, aber irgendwie ist mir gerade nicht danach, das Haus zu verlassen. Ich rödel also ein bisschen rum, und lege mich schließlich hin, um ein Nickerchen zu machen.

12:30 Uhr – ich wache auf und die Fruchtblase springt (oder bin ich von dem Blasensprung aufgewacht? Muss wohl zeitgleich gewesen sein) – ich liege in einem Schwall von Wasser! Gut, dass Sabine mir schon gesagt hat, dass das Köpfchen richtig fest im Becken sitzt. Ich laufe also schnell zur Dusche – und ziehe eine Wasserspur hinter mir her. Schnell noch ein paar Handtücher unters Bettlaken stopfen, dann wieder hinlegen – Uli anrufen, Sabine anrufen, Uli anrufen. In einer Stunde treffen wir uns im Geburtshaus. Wehen kommen jetzt auch wieder ab und zu, jetzt schon etwas stärker. Es geht also wirklich los…

Das Geburtserlebnis

Im Geburtshaus (bzw. der Hebammenpraxis) angekommen, hat Sabine schon alles vorbereitet – wir beziehen „unser“ Zimmer – das Zimmer, in dem ich schon bei den Vorsorgeuntersuchungen immer wieder war und mich wohl gefühlt habe – gedämpftes Licht, angenehmer Duft, ein großes, einladendes Bett… schön!

Wir machen erst einmal ein kurzes CTG, das ein paar Wehen und schöne Herztöne aufzeichnet. Sabine untersucht mich und stellt fast, dass der Muttermund tatsächlich schon ein paar cm weit geöffnet ist. So uneffektiv war das dann heute Morgen vielleicht doch nicht. Ich packe meine mitgebrachte CD-Sammlung aus – der Soundtrack von „der letzte Mohikaner“ soll’s erst einmal sein. Uli soll dazu später sagen „klang ein bisschen nach Weltuntergangsstimmung, aber Dir scheint’s gut getan zu haben“ – für mich entspannende Musik mit der richtigen Portion Dramatik! Jetzt darf ich mit Ulis Unterstützung erst einmal ein paar Wehen verturnen – Sabine lässt uns dafür noch mal ein Weilchen in Ruhe, bleibt natürlich verfügbar. Nun gut. „Geburt ist Bewegung“ heißt das Credo aus der Geburtsvorbereitung, dann wollen wir mal. Vierfüßlerstand, ins Seil hängen, Gymnastikball, an Uli dran hängen… alles wird mal ausprobiert, zwischendurch fange ich ein bisschen an zu tanzen, lasse die Hüften kreisen. Die Wehenpausen tun echt gut – auch Uli macht zwischendurch das ein oder andere Nickerchen, bis ich ihn wieder zur Kreuzbeinmassage rufe. Es wird… und es ist einfach ein tolles Gefühl, dass es jetzt so richtig rund geht! Geburt! Endlich! Die Vorfreude auf das Kind ist riesig. Bislang wissen wir nicht, ob’s nun ein Junge oder ein Mädchen ist. Uli packt das mitgebrachte Mittagessen aus und wärmt es für uns auf. Ich habe keine rechte Lust auf Essen, probiere ein paar Happen und entleere mich schließlich gänzlich – zum Glück hab’ ich’s noch bis ins Bad geschafft. So ist mein Körper wenigstens nicht mit der Verdauung beschäftigt und hat alle Kraft & Energie für das wirklich Wichtige. Einige Wehen später (das Zeitgefühl hat mich völlig verlassen) untersucht mich Sabine erneut – die Anstrengung hat sich gelohnt, der Muttermund ist noch weiter aufgegangen. Wenn ich will, kann ich jetzt in die Wanne – und ob ich will! Darauf hatte ich mich schon gefreut! Mit dem Schwimmkissen in Rücken werden all meine Erwartungen an Wohlgefühl übertroffen – ich fühle mich getragen. Weiter geht die Wehenarbeit. Uli sitzt direkt neben mir am Wannenrand, hält mir die Hand, erfüllt alle meine Wünsche nach Unterstützung und schwitzt in der feucht-warmen Badeluft. Sabine schwitzt mit, temperiert immer mal das Wasser nach und überprüft ab und an die Herztöne von meinem Kind, das sich alle Mühe gibt, den Weg nach draußen zu schaffen. Musikalisch brauche ich in der Wanne jetzt mehr Power und Rhythmus – meine Afro-Jazz-CD ist hier genau das Richtige! Von Jana kam glaub ich der Tipp, dass sich beim „Knutschen“ der Beckenboden entspannt – das finde ich toll und so ziehe ich Uli für diese Art der Entspannung immer wieder in den Wehenpausen zu mir hin… Eine Entspannungs-Maßnahme, die wir beide sehr genießen - vor allem Uli, weil der vorher folgenden Tipp mit auf den Weg bekam: „Wenn Deine Frau anfängt, Dich zu beschimpfen und Du ihr gar nichts mehr recht machen kannst, dann weißt Du, dass das Kind bald da ist.“ Das ist bei uns ganz anders! Jana kommt irgendwann als zweite Hebamme hinzu – toll, sie zu sehen! Bald darauf kann ich mit meinen Fingerspitzen schon das haarige Köpfchen spüren! Ein wahnsinniges Gefühl! Jetzt werde ich ungeduldig – ich will mein Kind endlich in den Armen halten! Der Kopf soll jetzt mal vorwärts kommen! Blöderweise werden die Wehen kürzer, die Wehenpausen länger. Die Geburt des Kopfes dauert eine gefühlte Ewigkeit – und schmerzen tut sie natürlich auch, vor allem, weil die Wehenpausen nicht mehr die gewünschte Entspannung bringen. Aber da muss ich jetzt durch, es ist nicht mehr lang… Irgendwann wagt Jana (oder war’s Sabine?) es, vorsichtig anzudeuten, dass es sich lohnen könnte, die Wanne zu verlassen und so den Geburtsvorgang wieder in Gang zu bringen. Aber ich will hier nicht raus! Es fühlt sich trotz Allem richtig und gut an, hier im Wasser zu liegen. Ich gebe mir auch alle Mühe… Tatsächlich geht es voran. Gar nicht so einfach, jetzt noch in den Wehenpausen mit dem Pressen aufzuhören. Ich will das Kind da raus schieben! Endlich ist das Köpfchen da und alles entspannt sich ein wenig. Ein tolles Gefühl! Plötzlich kommt mir der Gedanke, dass jetzt als nächstes noch die Schultern durch müssen – das wird bestimmt noch mal anstrengend und schmerzhaft. Ich will aber nicht mehr. Die nächste Wehe kommt und mit ihr kommt das Kind geradezu ins Wasser geschossen!!!

21:19 Uhr: Wahnsinn, es ist da! Sabine legt mir mein Kind auf die Brust – ein tolles Gefühl, dieses weiße, schmierige, warme Wesen nun so zu spüren. Unbeschreiblich! Dann die Frage an Uli: „Wer ist es denn?“ Das hat er in all der Aufregung auch noch nicht gesehen. Wir gucken also zusammen nach – jeder guckt gleich drei mal hin – jetzt bloß nichts verwechseln, da ist noch die Nabelschnur im Weg. Nein, kein Zweifel: Das ist Pauline! Unsere Tochter!!! Wahnsinn! Unbeschreiblich schön ist dieser Moment! Wir genießen diese ersten Sekunden und Minuten, in denen die Nabelschnur noch auspulsiert. Dann trennt Uli die Nabelschnur durch und nimmt Pauline mit ins Zimmer während Sabine und Jana mir aus der Wanne helfen. Jetzt kuscheln wir uns ins Familienbett und sind für ein paar Minuten ganz für uns allein – mit unserem Glück… Für die Nachgeburt muss ich mich richtig aufraffen. Darauf habe ich nun überhaupt gar keine Lust. Zum Glück flutscht die Plazenta gut raus und ich hab’s bald hinter mir. Sabine zeigt uns die Plazenta noch genauer, aber wir haben eigentlich nur Augen für Pauline, die in Ulis Armen liegt. Ein bisschen gerissen bin ich trotz Wassergeburt schon. Sabine und Jana entschließen sich dazu, eine der Verletzungen zu nähen. Die Armen müssen sich dabei mein widerwilliges Gemecker anhören. Diese Prozedur finde ich so richtig ätzend und die zwei kleinen Stiche bleiben mir als schmerzhafteste Erinnerung von der ganzen Geburt. Vorher war alles leichter zu ertragen, weil ich ja wusste, dass ich damit belohnt werde, mein Kind in der Armen zu halten. Jetzt kann ich das gerade nicht mehr tun, eben weil ich genäht werde. Nicht so schön. Aber notwendig, also muss ich da durch. Ist ja alles zu meinem Besten und tatsächlich wird alles nach der Geburt sehr schnell wieder verheilen und ich bin Sabine und Jana sehr dankbar, dass sie mein Gemeckere ertragen und mich so gut versorgt haben.

Die weiteren Geschehnisse kriege ich nicht mehr chronologisch sortiert. Auf jeden Fall habe ich Pauline zum ersten Mal angelegt und sie nuckelte friedlich an meiner Brust – eine ganze Weile lang, an jeder Seite mal – ein tolles Gefühlt! Natürlich hat Sabine auch noch die U1 durchgeführt – Pauline wog bei ihrer Geburt stolze 4060g, war 55 cm groß, hatte einen Kopfumfang von 36,5 cm und bekam die volle Punktzahl auf der Apgar-Skala. Schön…

Wir hatten noch Zeit, weiter als kleine Familie im Bett rumzukuscheln, die frisch gebackenen Großeltern, die beiden Onkel und die Tante anzurufen und langsam zu realisieren, dass Pauline jetzt wirklich bei uns ist. Sabine und Uli haben Pauline schön warm angezogen und dann ging es gut 4 Stunden nach der Geburt auf nach Hause – in einer lauen Sommernacht.

Im Wochenbett

Dass es zu Hause noch kein Kinderbettchen und auch noch keine Wickelkommode gab – das war jetzt völlig unwichtig. Die ersten Tage haben wir ohnehin fast ausschließlich zu dritt in einem Bett verbracht und darauf lässt es sich ja auch ganz gut wickeln. Sabine kam Anfangs täglich, dann in langsam größer werdenden Abständen zu uns nach Hause, gab uns Tipps, verriet uns Ticks, und war einfach für alle Fragen da. Am vierten Lebenstag von Pauline kamen erst meine Schwester mit ihrem Mann und Sohn Manuel (3/4 Jahr alt), dann meine Eltern zu Besuch. Wir waren mächtig stolz, ihnen Pauline vorzustellen und ganz besonders darauf, dass die Geburt so wunderschön verlaufen war. Am Abend kam Sabine und wurde stutzig, als ich ihr anhand meines Stillprotokolls berichtete, wie das Wochenende war – ich hatte ganz nach ihren Anweisungen einfach immer bei Bedarf gestillt, aber „bei Bedarf“ war halt extrem oft. Genauer genommen hatte ich zwei Tage lang mehr als stündlich gestillt und das Tag und Nacht – entweder konnte Pauline einfach nicht genug bekommen oder sie bekam eben nicht genug… Anhand der Waage stellte Sabine leider fest, dass Pauline schon mehr als normal abgenommen hatte – offenbar war nicht genug Milch da. Aber was soll man als Mutter beim ersten Kind schon auf die Frage „Schluckt sie denn, wenn Du sie anlegst?“ sagen? „Ich glaube schon…“. Für mich war das ein großer Schreck. Bis jetzt war alles so wunderschön, so ideal verlaufen – eine tolle Schwangerschaft, eine tolle Geburt und jetzt muss meine Tochter hungern? „Zufüttern“ hieß es also – für mich blöderweise eine Art Unwort. Irgendwie hatte sich das bei mir als „no-go“ eingeprägt. Leute, die in der Schwangerschaft verschiedene Krankenhäuser besichtigen (zu denen gehörte ich nicht, denn ich wollte ja von Anfang an ins Geburtshaus) stellen die Frage nach dem Zufüttern um etwas über die Qualität der Geburtsstation zu erfahren. Wer zu schnell zufüttert, ist unten durch – so hatte ich das in Erinnerung. Demnach ist Zufüttern etwas, was man nicht tun sollte, oder? Sabine beruhigte mich. Aber der Moment, in dem ich heulend versuchte, meine Tochter noch einmal anzulegen, damit Sabine mal sehen kann, wie sie „trinkt“, der war wirklich schrecklich. Uli besorgte dann also zwei Fläschchen HA-Nahrung und ab jetzt hieß es: anlegen, trinken lassen, dann füttert Uli mit der Spritze nach. Ich lies nichts aus, um die Milchproduktion anzukurbeln: Bockshornkleesamen, alkoholfreies Hefeweizen, Stilltee, Cashewnüsse, Massagen mit Stillöl… Da Sonntag war, konnten wir die elektrische Milchpumpe für mich erst am nächsten Tag besorgen. Danach habe ich mich also immer an die Pumpe angeschlossen, während Uli Pauline noch weiterfütterte.

Am Montag kam dann Dr. Höller für die U2 zu uns nach Hause. Bei der Blutabnahme hat Pauline ganz fürchterlich geschrieen – was habe ich da mit gelitten! Das stellte sich hinterher als sehr effektiv heraus: mein T-Shirt war nass und die Brüste prall… Endlich! Der Milcheinschuss! So musste sich das also anfühlen… Wow, jetzt konnte es aber losgehen!

An dieser Stelle muss ich kurz erwähnen, dass junge, unerfahrene Eltern immer alles genau so machen wollen, wie es ihnen die Hebamme erklärt hat. Und so war auch für uns jede Anweisung von Sabine so lange gültig, bis sie etwas Neues, Anderes sagte – egal, was in der Zwischenzeit passiert war. So legte ich Pauline also nach dem Milcheinschuss wieder an, sie trank, danach bekam sie noch was „nachgeschossen“ und ich pumpte ab. Und da kam auch endlich ordentlich was – 70 ml waren im nu in der Flasche! Jetzt konnten wir also nach dem nächsten Stillen statt der HA-Nahrung Muttermilch zufüttern. Das fanden wir prima. Ganz nach Sabines Anweisung sorgten wir weiterhin dafür, dass Pauline nach zwei, spätestens drei Stunden wieder etwas trank – und wunderten uns, dass wir teilweise alle Mühe hatten, sie dafür überhaupt wach zu kriegen. Tatsache war, dass die Stillmahlzeiten an der Brust jetzt so reichlich waren, dass wir da gar keine Muttermilch mehr hätten nachschießen müssen. Pauline war nach diesen Doppelmahlzeiten so satt, dass sie gut und gerne fünf Stunden hätte schlafen können… Aber auf die Idee wären wir alleine nicht gekommen. Aber zum Glück kam ja Sabine am Dienstag wieder und beendete die „Zwangsfütterung“. Pauline hatte schon wieder gut zugenommen und Milch hatte ich ja jetzt offensichtlich auch genug. Ab jetzt hieß es tatsächlich einfach nur „Stillen nach Bedarf“ – kein Abpumpen, kein Zufüttern mehr. Einfach nur schlafen, schmusen und stillen. Ab diesem Besuch von Sabine war wieder Alles einfach wunderbar, herrlich entspannt und voll der Glücksgefühle. Einfach toll! Dank Sabines Begleitung war es uns gelungen, das Vertrauen in uns als kleine Familie und darauf, dass wir „das Kind schon schaukeln“ würden, wieder zu finden. Die anfänglichen Stillprobleme sollten als kurze, kleine Episode in Erinnerung bleiben und immer bedeutungsloser werden. Bei einem der weiteren Besuche von Sabine durften wir Pauline baden. Die genoss ihr Bad und in mir kam die Vorfreude auf’s Babyschwimmen auf… Wir fühlten uns als Familie jetzt so rundum wohl, da hatte Sabine bei ihren Besuchen kaum noch was zu tun. Aber toll war’s trotzdem, dass sie noch ein paar Mal kam, um nach dem Rechten zu sehen.

Viele weitere Ausflüge in die Hebammenpraxis Kugelrund

Als Pauline 3 ½ Wochen alt war, gingen wir zum ersten Mal wieder in die Hebammenpraxis an der Klütstraße. Ein Tragetuchkurs der Elternschule stand auf dem Programm. Tanja zeigte uns verschiedene Bindetechniken und wir übten unter ihrem kritischen Blick. Das hat sich gelohnt! Ab diesem Tag blieb der Kinderwagen bis auf 2 oder 3 Ausnahmen zu Hause stehen. Das Tragen genießen wir als Eltern genau so sehr wie Pauline – es ist einfach toll! Sogar eine Wattwanderung haben wir mit der 5 Wochen alten Pauline schon gemacht! Das wäre mit Kinderwagen ja so gar nicht möglich gewesen.

Die nächsten schönen Stunden in der Hebammenpraxis verbrachten Pauline und ich im Milchcafé – eine tolle Gelegenheit, andere Mamas + Kinder zu treffen, Fragen zu stellen, die im Alltag mit Kind so aufgetaucht sind oder auch Antworten auf Fragen zu lauschen, auf die man selbst gar nicht gekommen wäre. Und immer irgendeine Mama am Stillen... Eine sehr schöne Sache, diese Treffen. Fast schon schade, dass sie nur zwei Mal im Monat stattfinden.

Es folgte der Babymassagekurs bei Tina. Pauline ist eine Genießerin. Seit ich ein paar Griffe kenne, massiere ich sie täglich ca ½ Stunde, danach trinkt sie kurz und schläft dann wie ein Murmeltier – ein schönes Ritual!

Seit nun der Rückbildungskurs unter der Leitung von Sabine angefangen hat, nutze ich Paulines Schlafphase nach der Massage für meine Übungen. Sehr praktisch! Im Rückbildungskurs tauchten einige der Frauen auf, die ich vor der Geburt beim Fit-für-2 und/oder bei der Geburtsvorbereitung kennen gelernt hatte. Schön, sich nach den Geburten und den ersten Wochen und Monaten mit Kind wieder zu sehen und auszutauschen!

Mal sehen, welche der unzähligen tollen Angebote der Hebammenpraxis wir noch in Anspruch nehmen werden – Fit mit Kind, B(r)eikost, Musikgarten oder vielleicht auch eine zweite Geburt??? Schön wäre das wirklich! Bleibt zu hoffen, dass wir so lange noch in Hameln bleiben…

So oder so bleibt mir und uns das „Abenteuer Geburt(shaus)“ in bester Erinnerung! DANKE an alle, die es möglich gemacht haben und machen!

T.E.

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15.10.2017

Am 15.10.2017 könnt ihr von 10:30 bis 13:00 Uhr bei Kaffee und Kuchen zwischen Kinderklamotten, Spielzeug und Büchern stöbern. Kommt vorbei! Auch zum Verkaufen haben wir noch Platz. Infos im Büro.

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